Regionalentscheid Jugend forscht-sensationeller Erfolg!

Gruppenbild Jugend forscht 2018Auch dieses Jahr konnte die auf inzwischen über 40 Schüler angewachsene Arbeitsgemeinschaft "Jugend forscht" bei Regionalwettbewerben in allen Bereich überzeugen. Von den sieben ins Rennen geschickten Projekten wurden unglaubliche sieben erste Plätze erreicht!

Sören Bender und Frederik Kiel konnten als erstes Team den Einzug ins Landesfinale feiern. Die beiden Schüler aus der E-Phase mussten ihr Projekt „SeeQuest“ schon am 16.02. beim Regionalwettbewerb Rhein Main West im Senckenberg Museum in Frankfurt vorstellen, da im Kreis Bergstraße keine Jury für ihr Thema gefunden werden konnte. Sören und Frederik beschäftigten sich mit der geodätischen Fragestellung, wie die Länge und Breite eines ruhenden Gewässers bestimmt werden können. Denn erstaunlicherweise existiert bis heute noch keine gültige Definition, wie das Hessische Landesvermessungsamt in Wiesbaden den beiden Schüler bei einem Besuch bestätigte. Daher erdachten die beiden mehrere mögliche Definitionen und berechneten anschließend mit Hilfe von Satellitenbildern und selbstgeschriebenen Computerprogrammen die Länge und Breite verschiedener Seen und wurden dafür von der Jury mit dem 1. Platz im Bereich Raum- und Geowissenschaften belohnt. (Foto Sören und Frederik: Stiftung Jugend forscht e. V.)Jugend forscht 2018

Dass sich Ausdauer und Beharrlichkeit lohnen können, zeigten die Schüler Caroline Schmidt, Niklas Dietzel und Sophie Zercher, die sich mit Ihrem „Animaro – Schlaues Spiel nach Schnauze“ nun schon zum dritten Mal infolge den kritischen Fragen der Fachjury stellten. Die drei Jungforscher aus der E-Phase griffen dabei das Jurorenfeedback aus den letzten Jahren auf, perfektionierten ihr mit einem Geruchs- und Akustikmodul ausgestattetes Hundespielzeug und testeten dies erfolgreich im Tierheim für verschiedene Hunderassen. Bemerkenswert auch die Leidenschaft und Teamfähigkeit der Schüler. So wurde z.B. die letzte Hürde bei der Integration des Akustikmoduls nur wenige Stunden vor Wettbewerbsbeginn zusammen mit Schülern der ehemaligen NAWI-Klasse genommen, ein Zeichen für den großen Zusammenhalt der jungen Forscher. Mit dieser Leistung und einer perfekten Präsentation sicherten sich die drei den 1. Platz im Bereich Arbeitswelt und vertreten damit das Schuldorf am 9. und 10.04.2018 beim Landeswettbewerb.Niklas Dietzel und Caroline Schmidt

Ähnliche Ausdauer zeigten die beiden Oberstufenschüler Anton Schwarz (SISS Secondary) und Fritz Tiemann (Goethe-Gymnasium), die mit Ihrem Gemeinschaftsprojekt "Solvent Extraction aus Handyschrott-Lösungen" nun schon zum zweiten Mal in Folge mit einem Recycling-Thema ins Rennen gingen. Ziel in diesem Jahr: Verfahren zu finden und zu testen, um die aus Handyschrott in Lösung gebrachten wertvollsten Metalle, wie z.B. Gold, wieder gezielt zu extrahieren. Für ihre vielversprechenden Ergebnisse, sowie die gewohnt selbstbewusste Standpräsentation erhielten die beiden den 1. Platz im Bereich Jugend Forscht Chemie und vertreten damit das Schuldorf Bergstraße ebenfalls beim Landesfinale bei der Firma MERCK in Darmstadt. Genaueres über das Verfahren, das beide Schüler entwickelt haben, lesen Sie hierAnton Fritz 2

Die letzte Fahrkarte zum Landesfinale sicherte sich Thanos Drossos. Wie auch schon im letzten Jahr konnte sich der E-Phasen Schüler mit einem spektakulären Projekt den 1. Platz im hart umkämpften Bereich Technik sichern. Mit seinem „Easy Garden – Bewässerung auf den Punkt gebracht“ kann er die Effizienz einer Gartenbewässerung auf fast 100% steigern. Dies gelingt dem technikbegeisterten Jungforscher mit Hilfe eines selbstkonstruierten und im 3D-Druckverfahren gefertigten Zweiachsensprinklers. Dieser wird über einen selbst programmierten Mikroprozessor so angesteuert, dass er jeden Punkt der zu bewässernden Fläche mit Hilfe eines Wasserstahls im schiefen Wurf erreicht. Die zu bewässernde Fläche wird dabei durch Entfernungsmesser automatisiert kartographiert, was das System ausgesprochen bedienerfreundlich macht. Alles in allem ein unglaubliches Einzelprojekt, das den allerhöchsten Respekt verdient.Thanos

Aber auch der „Forscher Nachwuchs“ unter 15 Jahren konnte im Bereich Schüler experimentieren in allen Bereiche überzeugen. Den Anfang machte Sarthak Saxena mit seinem Projekt „VNS – Der elektronische Bürgersteig“. Das Ziel: sehbehinderten Menschen mit Hilfe eines mit Sensoren ausgestatteten Schuhs, die Orientierung im Straßenverkehr zu erleichtern. Der Lohn für sein vor allem in Heimarbeit entstandenes Projekt: der 1. Platz im Bereich Arbeitswelt.Sartack 3

Fin Bender und Florian Meyer beschäftigten sich dagegen intensiv mit der Frage: gibt es eine „Gewinnstrategie beim Spiel 4-Gewinnt“ und wie sieht diese aus? Für ihre umfangreiche Recherche und den selbst programmierten Spielbaum in Python, mit der die Siegesstrategie für den Startspieler berechnet werden kann, erhielten die beiden den 1. Platz im Bereich Mathematik und Informatik.Finn 2

Organisch oder anorganisch? Wie sieht die Zukunft der Solarzelle aus“? Mit diesem hochaktuellen Thema beschäftigten sich Tim Jaeger, Marlon Hermann Herschbach und Marc Lippok. Mit einem professionellen Versuchsaufbau und jeder Menge Ausdauer untersuchten die drei unter anderem die Winkelabhängigkeit der Leistung für beide Solarzellentypen und erhielten dafür den 1. Platz im Bereich Physik.Tim Jaeger Marlon Hermann Herschbach und Marc Lippok

Neben dem mit 1000 € dotierten Schulpreis „Jugend forscht Schule 2018“ für das Schuldorf Bergstraße, erhielt Frau Dr. Leidert als Betreuerin des Projekts „Animaro“, den „Sonderpreis für engagierte Talentförderer“ in Höhe von 100€.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle aber auch dem Diplom Graphic Designer Joachim Schreiber, der schon seit vielen Jahren ehrenamtlich unsere Schüler professionell mit Rat und Tat in der Gestaltung ihrer Plakatpräsentationen unterstützt. Und oft sind es genau diese Plakate die in Verbindung mit dem Präsentationstraining von Frau Christa Knell, die über „Sieg oder Niederlage“ auf diesen Wettbewerben entscheiden.

Alles in allem also wieder ein erfolgreicher Start in die Jugend forscht Saison für unsere Schüler und das Betreuerteam um Herrn Heckmann, Herrn Martinez, Frau Dr. Leidert, Herrn Munteanu und Herrn Haxel. Wir drücken allen Landeswettbewerbsteilnehmern die Daumen für die nächste Runde!

Der Text wurde geschrieben von Matthias Haxel. 

Bildmaterial: Stiftung Jugend forscht e. V.

Foto: copyright Tränkner (Senckenberg)

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