Berlinstudienfahrt der 10. Realschulklassen

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brandenburg gate 417890 640"Mit bester Laune ging es per Bahn nach Berlin, wo wir nahe des Hauptbahnhofs in einem gut eingerichteten Jugendgästehaus unterkamen. In Vierer-Zimmern mit eigenem Bad untergebracht, bestens versorgt im Speisesaal mit reichhaltigem, leckerem Buffet und einem Aufenthaltsraum und eine Lounge mit kleinem Verkaufsstand wurde das Gästehaus uns schnell ein neues Zuhause. Noch Sonntagnachmittag besuchten wir den Reichstag.

Nach einer Führung bestiegen wir die beeindruckende Kuppel und begriffen von oben langsam: Wir sind in einer Großstadt mit vielen Facetten. Ein Besuch beim Brandenburger Tor, ein Treffen mit Frau Zypries im Paul-Löbe-Haus, sowie eine Spreefahrt mit Informationen über die Stadt durften als Gemeinschaftsunternehmungen nicht fehlen. Ab Montagnachmittag begann dann der zweite, individuellere Teil der Berlinstudienfahrt. Ziel war es, sich in Kleingruppen zu verschiedenen Themenfeldern rund um Berlin nach 1945 eigenverantwortlich zu informieren. Ausgewählte Themenfelder wie beispielsweise “Architektur in West- und Ostberlin”, “Integration in Berlin am Beispiel von Berlin Kreuzberg” oder “Die Berliner Mauer” standen wahlweise zur Verfügung. Ausgerüstet mit Tagesgruppentickets, einem Berlinplan und den Handynummern der Lehrer, machten sich die Schüler in ihren verbindlichen Kleingruppen auf den Weg zu ihren ausgewählten Forschungsbereichen. Nur mit gutem Projektmanagement in der Gruppe rückte das Projektziel “Anfertigung einer Powerpointpräsentation” jeden Tag näher. Wie lernt man besser als in der Praxis, sich als Team zu organisieren? Zuerst einen Überblick vor Ort zu verschaffen, dann zu planen wo interessante Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen könnten, die dann eine zielgerichtete Bearbeitung erlauben. Natürlich wurden die Schüler bei diesem Prozess von den Lehrern konkret unterstützt: Jeden Tag, kurz vor dem Abendessen trafen sich alle Schüler auf der Terrasse der Jugendherberge und berichteten den Lehrern in einem Arbeitstreffen ihren Stand der Erarbeitung sowie die anvisierten nächsten Untersuchungspläne. Beratend wurde entschieden, wie der nächste Tag zu gestalten sei.


Es galt den Teams bei ihren individuellen Untersuchungsaspekten Zielgerichtetheit und Teamhilfe zu geben. Begleitend erstellte jeder Schüler ein Heft, in dem mit Tagesprotokollen, Eintrittskarten, Foto- und Prospektmaterial, selbst geschriebenen Texten zu Teilaspekten, langsam eine Sammlung entstand, die von Tag zu Tag wuchs und immer tiefere Einblicke in das Projektthema erlaubte. Nachdem wir am Donnerstag gemeinsam in der Kultdisco “Matrix” Berlin auch einmal bei Nacht feierten, wurde am Freitag von jedem Schüler das Projektheft eingesammelt und benotet. Zurück in Seeheim-Jugenheim ging es an die Aufbereitung der Projektthemenergebnisse. Im Computerraum entstanden Powerpointpräsentationen, die später den Eltern dargeboten wurden. So kamen am 06.10.2016 etliche interessierte Eltern und Freunde in die Schule um sich einen umfangreichen und abwechslungsreichen Einblick in die Studienfahrtsergebnisse Berlin 2016 geben zu lassen. Bei Chips und guter Laune überzeugten die meist sehr guten Vorträge mit den vielfältigen Ergebnissen. Sie spiegelten dabei den inhaltlichen Teil der Studienfahrt wieder. Weit über das Präsentierte hinaus haben die Schüler jedoch gelernt, sich selbst im Team zu behaupten, sich zu organisieren, Präsentationsschwerpunkte aus einem Überangebot herauszufilten und zielstrebig thematisch zu vertiefen. Eine wirklich gelungene Studienfahrt, die auf das Leben vorbereitet!"

Der Text wurde geschrieben von A. Müller.

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